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Der Notar als Gerichtskommissär

Der Notar nimmt gerade in Verlassenschaftsverfahren eine besondere Stellung ein. Als Beauftragter des Gerichts – als sogenannter Gerichtskommissär – errichten wir als Ihr Notar die Todesfallaufnahme, erledigen notwendige Anfragen bei Behörden, Banken und Versicherungen und bereiten das gesamte Verfahren für das Gericht vor.

Die Zuständigkeit des Notars richtet sich dabei nach einer jährlich vom zuständigen Präsidenten des Gerichtshofs erster Instanz ausgegebenen Verteilungsordnung, die sich am jeweiligen Sterbetag eines Verstorbenen orientiert.

Die Einleitung des Verlassenschaftsverfahrens erfolgt also von Amts wegen, nachdem ein Sterbefall bekannt wird und geschieht etwa durch Übermittlung der Mitteilung des Sterbefalls oder der Sterbeurkunde an den Notar.

Die Todesfallaufnahme, die der Vorprüfung von Zuständigkeitsfragen und Klärung grundlegender Fragen zur Person des/der Verstorbenen, den Verwandtschaftsverhältnissen und den Vermögensverhältnissen dient, ist in allen Verlassenschaftsverfahren durchzuführen. Sie muss auch dann errichtet werden, wenn „kein Vermögen“ vorhanden und somit keine Abhandlung durchzuführen ist.

Übersteigt das vorhandene Vermögen – in diesem Zusammenhang wird nur auf die vorhandenen Aktiva abgestellt – nicht den Wert von € 4.000,-- und müssen keine Eintragungen in öffentlichen Büchern (das heißt im Firmenbuch oder Grundbuch) vorgenommen werden, unterbleibt grundsätzlich eine Verlassenschaftsabhandlung.

In den übrigen Fällen bereitet der Notar als Gerichtskommissär in Rücksprache mit allen Parteien die Verlassenschaftsabhandlung vor, die dazu dient, den Nachlass den Erben in ihren Besitz zu übergeben (sogenannte Einantwortung). Mit Rechtskraft des Einantwortungsbeschlusses ist das Verlassenschaftsverfahren grundsätzlich abgeschlossen und können die notwendigen Realisierungsmaßnahmen durch die Erben gesetzt werden. Dabei sind wir vom Notariat Schwarz Ihnen gerne behilflich.